# FORM / LAB 3: Materialpinsel und Goop

Stand: 7. November 2026

## Präzisierter Auftrag zum Kopieren

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Erweitere FORM / LAB um einen Pinsel zum direkten Auftragen von Materialeigenschaften auf die sichtbare 3D-Oberfläche. Steuere Radius, Härte, Deckkraft, Farbe, Rauigkeit und Metallanteil; ergänze Radieren und kanalweises Malen. Die Bemalung soll beim Drehen am Objekt haften, im Rezept gespeichert und im GLB-Export berücksichtigt werden. Ergänze einen Goop-Pinsel zum weichen Aufbauen und Abtragen von Volumen mit einstellbarer Verschmelzung. Erhalte vorhandene Formen, Freihandzeichnen und Exporte. Prüfe Funktionen und Grenzen anhand offizieller Substance-Painter- und Womp-Dokumentation und benenne Abweichungen.
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## Material auftragen

1. Unter „Werkzeug“ die Auswahl „Material aufmalen“ aktivieren.
2. Pinselmaterial und Pinselfarbe auswählen. Ein Materialwechsel setzt passende Anfangswerte für Rauigkeit und Metallanteil.
3. Radius, Härte und Deckkraft einstellen.
4. Auf der sichtbaren 3D-Oberfläche zeichnen. Der Pinselring zeigt die ungefähre Größe an.
5. Zum Drehen Alt gedrückt halten und ziehen oder „Ansicht drehen“ wählen.

Unter „Auftragen auf“ lassen sich Farbe, Rauigkeit und Metallanteil gemeinsam oder einzeln bearbeiten. „Material radieren“ führt die gewählten Kanäle zum Grundmaterial zurück. Ein Pinselstrich lässt sich als ein Bearbeitungsschritt rückgängig machen. „Bemalung leeren“ entfernt alle Tupfer und lässt sich ebenfalls rückgängig machen.

Die Materialauswahl im Abschnitt „02 / Oberfläche“ bestimmt den Grundkörper. Das separate Pinselmaterial bestimmt die lokal aufgetragenen Eigenschaften. Das gewählte Material kann zusätzlich einen stilisierten Shader-Look besitzen; bei kanalweisem Malen bleibt der bisherige Materialtyp erhalten.

Die Tupfer werden mit Position, Oberflächenrichtung und Radius in Objektkoordinaten gespeichert. Sie haften beim Drehen am Körper. Der Pinsel trifft die sichtbare Oberfläche; eine Richtungsprüfung begrenzt den Auftrag auf ähnlich ausgerichtete Flächen. Bei sehr engen, benachbarten Flächen kann ein großer Pinsel mehrere nahe Oberflächen erfassen. Es gibt keine UV-Abwicklung. Formänderungen nach dem Bemalen können Flächen von gespeicherten Tupfern wegbewegen.

## Goop

„Goop auftragen“ baut am getroffenen Oberflächenpunkt kugelförmige Volumen auf. „Goop abtragen“ erzeugt weiche Vertiefungen. Ein größerer Pinselradius vergrößert das Volumen. „Goop-Stärke“ steuert den weichen Übergang für die neu aufgetragenen Körper. Bestehende Körper behalten ihren gespeicherten Wert.

Die Änderungen sind echte Geometrie und werden in GLB, OBJ und STL exportiert. Ein Klick erzeugt einen Körper, Ziehen setzt mehrere Körper mit Abstand. Neue Körper verschmelzen in der gespeicherten Reihenfolge mit der aktuellen Form; negative Körper werden weich ausgeschnitten. Das Grundmaterial gilt auch für diese Körper. Material kann danach mit dem Materialpinsel aufgetragen werden.

Die vorhandene Funktion „03 / Formen verbinden“ bleibt erhalten. Ihr Regler „Goop-Verbindung“ steuert den Übergang zwischen Grundform und positionierbarem Zusatzkörper. Der Oberflächenpinsel ermöglicht mehrere zusätzliche lokale Körper.

## Umfang und Grenzen

- Bis zu 128 Materialtupfer und 24 Goop-Körper pro Rezept. Die Oberfläche zeigt die belegte Anzahl an und meldet die Grenze. Es werden keine älteren Tupfer stillschweigend entfernt.
- Die Anzahl einzelner Striche hängt von Radius und Strichlänge ab. Rückgängig entfernt den letzten Bearbeitungsschritt.
- Die 3D-Vorschau verwendet eine lokale Berechnung. Viele Goop-Körper können die Reaktionszeit erhöhen.
- Härte und Deckkraft wirken auf Materialtupfer. Der Goop-Pinsel verwendet Radius und Goop-Stärke.
- Kein importierbares Substance-Materialformat, keine Smart Masks, keine UV-Texturen, keine Normal-/Höhenmalerei und keine eigenständige Ebenenpalette. Stiftdruck wird nicht ausgewertet.
- Goop ist hier ein weiches Verbinden oder Ausschneiden von Distanzfeldern. Eine Flüssigkeits- oder Stoffsimulation ist nicht enthalten. Proprietäre Womp-Funktionen und Materialien werden nicht übernommen.

## Export und Rezepte

**GLB:** Bemalung wird an den Netzpunkten als lineare Vertexfarbe ausgewertet. Rauigkeit und Metallanteil werden für jedes Dreieck gemittelt und in Materialzonen mit Schritten von 0,1 gespeichert. Der Materialtyp wird je Dreieck aus dem ersten Eckpunkt übernommen. Für kleine Tupfer und weiche Übergänge die Auflösung „Fein“ wählen. Die Zielanwendung muss Vertexfarben und glTF-Materialien auswerten. Textur-, Glanz- und Irideszenzeffekte können von der Vorschau abweichen. Es werden keine UV-Bildtexturen exportiert.

**OBJ und STL:** Enthalten die Geometrie einschließlich Goop. Die Bemalung ist dort nicht enthalten.

**PNG:** Gibt die sichtbare Materialdarstellung einschließlich Bemalung wieder.

**Rezept v3:** Speichert Tupfer, Kanalwahl und lokale Goop-Körper zusammen mit allen bisherigen Einstellungen. Rezepte der Versionen 1 und 2 bleiben lesbar. Unter „Gestaltungsprinzip & Quellen“ liegen die Funktionen Speichern und Laden.

Der Beispielordner enthält `Bemalt-mit-Goop.glb` und das zugehörige ladbare Rezept.

## Einordnung der Referenzen

Die offizielle Substance-Painter-Dokumentation vom 8. Oktober 2026 beschreibt einen Pinsel zum Auftragen von Farbe und Materialeigenschaften, mit Größe, Fluss, Deckkraft, Abstand und auswählbaren Kanälen. Die lokale Umsetzung übernimmt daraus Radius, Härte, Deckkraft und die Auswahl dreier Kanäle. Quelle: https://experienceleague.adobe.com/en/docs/substance-3d-painter/using/painting/paint-tools/paint-brush

Womp beschreibt Goop als weiches Verbinden und Ausschneiden von Körpern. Die lokale Umsetzung verwendet eigene Distanzfeldoperationen und einen Oberflächenpinsel. Die offizielle Womp-School führt Goop als eigenes Kapitel. Die direkte Goop-Unterseite war beim erneuten Abruf nicht verfügbar; die zuvor gelesene Beschreibung und die aktuelle Hauptseite wurden zur Einordnung herangezogen. Quellen: https://womp.com/ und https://womp3d.notion.site/Womp-School-e35346593974418da6a7025c514c3840

Es liegt kein aktueller praktischer Vergleich in angemeldeten Substance-Painter- oder Womp-Konten vor.

## Verifikation

Im Browser geprüft: Materialauftrag auf einer Schlaufe, Goldmaterial als lokaler Auftrag, sichtbare Tupferzählung, Radieren, Goop auftragen und abtragen sowie Rückgängig/Wiederholen. Ein v3-Beispielrezept wurde über die Oberfläche geladen; Bemalung und Goop wurden wiederhergestellt. Ein GLB-Export wurde über die Oberfläche ausgelöst.

Die gemeinsamen Berechnungsfunktionen wurden zusätzlich geprüft: getrennte Materialkanäle, Radierfunktion, Ablehnung entgegengesetzter Oberflächenrichtungen, positionsfeste Bemalung bei Rotation, geometrisches Auftragen und Ausschneiden. Für Bemalung, Goop-Auftrag und Goop-Ausschnitt wurden geschlossene Beispielnetze erzeugt und die GLB-Daten auf gültige Länge, Vertexfarben, Materialzuordnung und Wertebereiche geprüft. Die Ergebnisse liegen in `Pinsel-Goop-Pruefung.json`.

Ein Import der GLB-Dateien in eine externe 3D-Anwendung wurde nicht geprüft. Druckfähigkeit und sämtliche Kombinationen von Reglerwerten sind nicht bestätigt.

## Speicherstatus

Die aktualisierten Dateien liegen im lokalen Projektordner. Ein eindeutiges Drive-Mirror-Ziel für diesen Ordner ist nicht bestätigt. Es wurde keine zusätzliche Mirror-Kopie angelegt. Google-Drive-Synchronisation ist nicht bestätigt.
